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Mein Jakobsweg Kopie

Inhaltsverzeichnis

1. Eine Reise für die Seele
2. Die Idee 
3. Die Geschichte
4. Die Reise
5. Jakobsweg / Wegstrecken
6. Der Weg
7. Die Pilger
8. Die Herbergen
9. Ein Weg, der das Ziel hat – Heimkehren
10. Die Ausrüstung
11. Unterlagen und Quellen
12. Santiago-Torte – Pastel de Santiago
 

Eine Reise für die Seele

Suche woher du kommst
Wohin du gehst
Und wem du einst Rechenschaft geben musst.

Roland Breitenbach

Seit über tausend Jahren haben Menschen auf dem Weg zum Apostel ihre Spuren hinterlassen. Seit über tausend Jahren reihen sich historische und kirchliche Denkmäler genauso wie spirituelle Erfahrungen wie Perlen am Weg auf, der 1987 vom Europarat zum Kulturdenkmal erklärt wurde. Die goldenen Sterne der europäischen Länder, markieren seither auf blauem Grund jene geschichtsträchtigen Routen, die sich jenseits der Pyrenäen zum Camino, zum Weg schlechthin, vereinen und bis ans Ende der Welt führen.

Ich lade Sie ein, sich mit mir auf diesen Weg zu machen, der eine geheimnisvolle Anziehungskraft ausstrahlt. Es ist möglich, den Pilgerweg an der eigenen Haustüre zu beginnen und quer durch Deutschland, Frankreich und Spanien zum großen Ziel zu gelangen,
wenn man genügend Zeit hat, oder den Weg in Etappen geht.
Ich habe mich entschlossen den Weg in den Pyrenäen zu beginnen und bis an das Ende der Welt zu gehen.

Ich danke Rudi, der den Weg mit mir begonnen hat, so dass wir gemeinsam einen Teil des Weges gehen konnten – ein unvergessliches Erlebnis!
Ich danke allen, meiner Familie, meinen Freunden und Eltern, die mich den ganzen Weg über in Gedanken begleitet haben, die uns Wegbegleiter mitschickten, wie den irischen Reisesegen, Traubenzucker und Beincreme, Engelteddy und viele gute Ratschläge.
Meine gute Ausstattung habe ich Moni zu verdanken.
Dankbar bin ich aber auch dem Herrgott,
für die Zeit, die ich für diesen Weg und für mich hatte,
für meine Gesundheit und die super Kondition,
für alle Erlebnisse und Erfahrungen
für alle Freunde und Wegbegleiter, die ich kennen gelernt und die mir Hilfe und Unterstützung waren,
für die vielen Begegnungen auf dem Weg,
für die Sonne, das Lachen, die Natur und die vielen Blumen.

Die Idee

Es war bei einer Kreuzbergwallfahrt Ende der achtziger Jahre, als ich das erstemal vom Jakobsweg hörte, und ich kann nicht sagen warum, aber mich hat dieser Weg und dieses Ziel Santiago vom ersten Moment an fasziniert. Mir war damals schon klar, egal wie, irgendwann werde ich diesen Weg gehen, was mir da noch nicht bewusst war, wie lange oder wie beschwerlich oder welches Ausmaß diese Wanderung überhaupt hat.

1988 ist Pfarrer Roland Breitenbach von Le Puy aus in 40 Tagen nach Santiago gepilgert. Ich habe es in der Zeitung verfolgt und dann zwei Jahre später bei einem Vortrag von Ihm mir ein Bild gemacht. Meine Entscheidung war gefallen, ich werde diesen Weg gehen, aber nicht unter den Bedingungen wie Roland Breitenbach Er lief täglich 40 km und die Herbergen waren damals noch nicht so gut ausgebaut. Ein geheimnisvoller Wunsch hatte sich festgesetzt. Es hat Jahre gebraucht, bis ich ihn aus mir herauslassen konnte.

Letztes Jahr im Advent kam ein Päckchen von Thilde und Alfred, „Wandern auf dem Spanischen Jakobsweg“ von Dumont. „In 40 Tagen nach Santiago“ das war für mich zu schaffen, die Tagesrouten waren sehr gut beschrieben. Ich habe nicht lange gebraucht, mich zu entscheiden, ab diesem Tag hatte ich nur noch ein Ziel, ich werde diesen Weg 2005 gehen und ich habe nur noch geplant.

Oft habe ich mir gar nicht getraut von meiner großen Reise zu erzählen, denn sofort kamen die größten Bedenken, „was allein willst du gehen“?
Ja, allein wollte ich gehen, auch wenn es mir keiner zugetraut hat.
Was hat mich dazu getrieben?
Die Wallfahrt zum dritten großen Wallfahrtsort der Christenheit zu gehen?
Einmal für eine Zeit auszusteigen und alles hinter mich zu lassen, was sich im Leben angesammelt hat?
Einmal nur für mich da sein und die Arbeit, Familie, die vielen Kleinigkeiten, das tägliche Alltagsleben zu vergessen?
Einmal nur für mich da sein, nichts denken, nichts tun – nur laufen.

Eine große Unterstützung gerade in den letzten Wochen fand ich in dem Buch „Jakobsweg“ von Carmen Rohrbach,
bei Jolante, sie hat mir ihre Ausrüstung vorgestellt,
bei den Gesprächen mit Gudrun (die Mutter von Katharina`s Freundin),
Sie hat mir mit viel Begeisterung von Ihrem Weg vor zwei Jahren erzählt, mir sehr viele wertvolle Tips gegeben mich bestärkt in meinem Vorhaben und mir Mut gemacht.
Ich vergesse aber nicht Ihre Aussage „Du wirst vorher Angst haben“, und ich gebe zu, die hatte ich, denn dafür war alles zu unbekannt.
Diese Angst wurde noch etwas verstärkt, als ich kurz vor meiner Abreise Georg kennen lernte, er war den Weg 2003 bei großer Hitze gegangen und es war nicht immer leicht für ihn. Beim Lesen seines Berichtes ist mir klar geworden, wie gut er sich auf den Weg vorbereitet hatte, vor allem auf die unterschiedlichen Höhen, Pässe usw., das war mir bis dahin nicht so bewusst.

Die Geschichte

„Wallfahrtsorte sind die heimlichen Hauptstädte der Welt, Schnittpunkte menschlicher Hoffnung, die nie aufhört, auch dann nicht, wenn der Mensch nicht mehr ein noch aus zu wissen meint. Gnadenorte in einer gnadenlosen Welt“.

Diese Definition hat einmal Konrad Adenauer formuliert, und sie ist sehr treffend.

Die uns heute bekannten Pilgerwege entstanden einst aus Handelsstrassen, die zum Teil schon um das Jahr 1000 vor Christus als Handelswege genutzt wurden. Im Mittelalter trat man die christliche Pilgerfahrt an.
Der wohl bekannteste Weg ist der Jakobsweg, er folgt nichts anderem als einer schönen aber recht fragwürdigen Legende..

Der Apostel Jakobus der Ältere hatte in Spanien missioniert, kehrte nach Jerusalem zurück und leitete die christliche Gemeinde. Nach seinem Märtyrertod legten ihn zwei seiner Jünger, Athanasius und Theodorus, in ein Boot, das von Engeln und Wind geleitet in sieben Tagen nach Galicien segelte. Dort landete es am Bischofssitz Padron an. Die Jünger nahmen den Leichnam aus dem Boot und bahrten ihn einige Tage in der Bischofskirche auf, bevor sie ihn an den Ort des heutigen Santiago de Compostela begruben. Die Überführung erfolgte an einem 25. Juli, dieser Tag wird heute als Haupt-Feiertag des Apostels begangen.

Die Gräber des Apostels und seiner Jünger gerieten in Vergessenheit. Auf die Wiederauffindung wird uns im Codex Calixtinus geschildert: Um das Jahr 842 wurde ein Einsiedler durch Lichterscheinungen und wunderbare Klänge auf die Gräber aufmerksam. Der Bischof Theodemir wurde herbeigerufen und ließ das Grab öffnen.Der Inhalt wurde als die Gebeine des Apostels Jakobus identifiziert. Die Kunde verbreitete sich mit großer Geschwindigkeit – außer in Rom gab es nirgendwo ein Apostelgrab!
Dass die Reliquien des Apostels Jakobus zum wichtigen Pilgerziel des Mittelalters wurden, hängt damit zusammen, dass der Apostel in die Geschichte des Landes durch die Teilnahme einer 

Schlacht zwischen Mauren und Christen des Landes eingriff.
Durch die zweite „Auffindung“ der Überreste des Apostels Jakobus wurde die alte Wallfahrt neu belebt. Seither reißt der Strom der Pilger aus Europa und der Welt, die den Apostel der Spanier und des Abendlandes aufsuchen, ehren und „umarmen“ wollen, wie es die Sitte vorschreibt, nicht mehr ab.
Je mehr Pilger kamen, desto mehr wurde Jakobus auch zum Patron, Fürsprecher und Helfer der Pilger, was ihn auch außerhalb Spaniens populär machte. Viele seiner Darstellungen zeigen ihn als Pilger mit Pilgerhut, Pilgermuschel (Jakobsmuschel), mit Wasser gefüllter Kürbisflasche und Pilgerstock.

Den Ursprung der Jakobsmuschel findet sich, wie so vieles im Zusammenhang des hl. Jakobus, in Legende. Ihr zufolge nach stand ein portugiesischer Ritter auf Pferd in der Nähe der von Padron, der Anlegestelle des Schiffes, das den hl. Jakobus nach Spanien brachte. Als das Pferd den wundersamen Schein sah, der von einem Stern herab auf den Apostel fiel, war es von dem Anblick so verstört, dass Wasser sprang und den Ritter mit sich in die Tiefe riss. Die Jünger des Jakobus retteten den Ritter. Als sie ihn an Bord zogen, sahen sie voller Staunen, dass sein Körper voll mit Jakobsmuscheln bedeckt war.

Die Jakobsmuschel wurde nicht bei Padron oder Finisterra aus dem Meer geholt. Sie wurden in Santiago bei eigenen Devotionalienhändlern gekauft. Sie bestand aus Gagat (Pechkohle) oder Metall. Anhand dieser Jakobusmuschel kann heute nachgewiesen werden, wie weit sich die Santiagowallfahrt in Europa verbreitet hat. So wurde sie auch in Schleswig und Skandinavien gefunden.

Die Reise

Möge die Straße dir entgegengehen
Möge der Wind immer in deinen Rücken sein
Möge die Sonne warm auf dein Gesicht scheinen
Und der Regen sanft auf deine Felder fallen
Und bis wir uns wiedersehen
Halte Gott dich fest in seiner Hand

Irischer Reisesegen von Ingeborg Henneberger

Email von Rudi, geschrieben nach seiner Rückkehr aus Burgos an Verwandte und Freunde:

Buenos dìas, liebe Freunde des Jakobsweges,

noch etwas übernächtigt, denn nach einem langen Rückreisetag (zu Fuß, mit dem Bus, Flugzeug, Bahn und Auto) kam ich heute erst um 5.00 Uhr hier in Kolitzheim an, will ich schreiben wie es uns so geht.
Ich musste ja leider wieder heim und Christine geht nun allein den Weg, den Camino, ab Burgos weiter bis Santiago de Compostela. Alleine wird sie ja nicht sein, denn es sind Gleichgesinnte unterwegs und unsere Gedanken begleiten sie ja auch auf dem weiteren Weg.

Aber nun der Reihe nach.
Unser Start war am Freitag, 08.04.2005 mit dem Zug von Würzburg nach Frankfurt. Flug über Barcelona nach Pamplona.
Erste Herbergssuche (Albergue) und Orientierungsrundgang. Wir waren froh, einen ersten Hinweis auf dem Jakobsweg zu finden, gelbe Sonnenstrahlen auf blauem Grund. Wir dachten nur, oh Gott, das wird was werden. Das Auge war aber später schnell geschult, alle Zeichen und Hinweise zu entdecken, ob Sonnenstrahlen, Pfeile oder Punkte an Hausmauern, an Bäumen, auf Straßenschildern oder auf der Straße.

Chris, ein junger Amerikaner aus Indiana zeigte uns am Abend wo es das Essen für die Pilger, die Peregrinos gibt.
Den Samstag hatten wir noch Zeit in Pamplona, denn der Bus nach Roncesvalles fuhr erst um 16.00 Uhr ab. Eine Stadtbesichtigung wäre schön gewesen aber das Wetter war so schlecht, dass wir von Kirche zu Kirche gingen, denn die waren alle gut geheizt. Wir haben eine Hochzeit miterlebt und zwischendurch waren wir in Restaurants, Cafes und Bars. Es regnete und schneite ununterbrochen.

Je weiter uns der Bus in die Pyrenäen brachte um so mehr Schnee lag dann. In Roncesvalles waren es 40 cm. Ein Taxi zu bekommen das uns über den Pass nach Frankreich, nach St-Jean-Pied-de-Port bringt, war nicht zu denken. Wir gaben aber die Hoffnung auf den nächsten Tag noch nicht auf, denn wir wollten unbedingt von dort aus starten.
Die Albergue war wunderschön, eine umgebaute Zehntscheune, ca. 80 Betten, eine unbeschreibliche Stimmung wie in einer Kirche. Pilgermesse mit dem Pilgersegen in allen Sprachen (der Pfarrer hat viel zu lange gepredigt, wir sagten am Schluss- der hat`s uns aber gesagt), Pilgeressen und ins Stockbett.

Am nächsten Tag war überhaupt keine Wetterbesserung zu erwarten. Der Sturm war in der Nacht schon zu hören; weiterer Neuschnee; nach endlosen Telefonaten kein Taxi über die Grenze zu bekommen und wenn, hätten wir auch nur die Straße entlang gehen können, denn der Fußweg über den Pass war nicht begehbar.

Alle anderen waren schon weg – wir hofften ja so lange – nur Laurence, ein Mädchen 19 Jahre, aus Canada war noch da und die Herbergseltern (Holländer) drängten aufs weitergehen.

!! gerade ruft Christine an; heute Traumwetter; sie hat Laurence wiedergetroffen, es geht ihr sehr gut!!

Laurence, ein Mädchen wie unsere Katharina haben wir als erste Pilgerin auch “ Ausrüstungsmäßig“ so richtig wahrgenommen. Top gekleidet, ausgerüstet mit allem was man so braucht. Ein tolles Bild. Wir sind noch blässer geworden, wie wg. des Schnee sowieso schon.
Laurence war auch die letzte, die ich auf meinem Rückweg zum Busbahnhof in Burgos noch einmal getroffen habe – schön.

Wir stapften also doch in Schnee und Wind los. Da der Camino ja nicht zu sehen war ging es bis zum frühen Nachmittag nur die Straße entlang bei Schnee und heftigem Gegenwind. Erst ab dem Erro-Pass wagten wir uns auf den zwar noch verschneiten aber doch gangbaren Fußweg bis Zubiri unserem Tagesziel. Kleine Gemeindeherberge, Pilgeressen, 10.00 Uhr Licht aus.

Das schlechte Wetter hat uns die ganzen Tage begleitet. Wir hatten täglich teils heftigen Regen. Sturm, Wind – immer Gegenwind, Schneefall, Eisregen, also das ganze denkbare Schlechtwetterprogramm. Zwei halbe Tage war es so, dass man „oben Ohne“ d.h. ohne Vliesjacke und Regen- oder Windjacke gehen konnte.
Regenumhang überziehen, dadurch kaum was sehen, wieder ausziehen war aber irgendwie gar kein Problem. Schade war nur, dass man wg. des Regen oder Windes oft nur auf den Weg sehen konnte und die herrliche Landschaft nicht wahrnahm.

Die Herbergen in denen wir schliefen waren ganz unterschiedlich. Von wunderschön eingerichtet bis etwas spartanisch. Überall Stockbetten. Man hat schnell einen Blick dafür welche am geeignetsten sind. Am besten unten und dann noch nebeneinander (gelang nur zweimal) wir haben alle denkbaren Varianten durchgemacht, oben und unten, getrennt beide oben, usw. Von acht Stockbetten im Zimmer bis 80 Personen in einem Raum war alles dabei. Die sanitäre Ausstattung ist durchwegs gut. Es wird Routine die beste Zeit zum Duschen zu finden um noch warmes Wasser zu haben. Die Katzenwäsche am Morgen war öfters nur mit kaltem Wasser.
Das Schnarchen hielt sich erstaunlicherweise in Grenzen. Das schlimmste war für uns der enge Schlafsack. Ein Gefühl wie in einem Sarg. Er musste immer bis oben hin zugezogen werden um nicht zu frieren. Wir haben auch den Ofen geschürt um es erträglich zu halten.
In Atapuerca hatten wir Glück. Einem Ehepaar aus Forchheim war es zu kalt und sie sind wieder ausgezogen und in ein Hotel. Wir hätten sonst im kältesten Eck der urigen Herberge in einem zu schmalen Bett schlafen müssen. Wir waren am Abend, (es gibt in den Restaurants kaum vor 20.00 Uhr Essen) zusammen essen und anschließend noch in einer Bar zum Vino Tinto. Haben gar nicht gemerkt, dass es schon nach 22.00 Uhr war. Also nichts wie los, im dunkeln ausziehen, Schlafsack finden und alle Decken zusammensuchen. Einmalige Erlebnisse. Das Paar flog auch mit mir zurück.

Die Zeiten in den Herbergen wurden streng eingehalten . Nach der ersten Nacht in Pamplona (wir hatten ja Zeit) wurde ich um 8.00 Uhr dreimal geweckt und zum aufstehen gedrängt und um 22.00 ging ohne Vorwarnung unweigerlich das Licht aus.

Unsere Herberge in Villa Mayor de Monjardin war ganz familiär. Der Herbergsvater begrüßte alle mit einem Glas Wasser und machte auch noch das Frühstück selbst.
Es gab wenige Stockbetten. Wir schliefen auf Matratzen auf dem Boden. WC und Dusche waren mit im Raum, nur mit halb hohen Wänden abgetrennt. Nachts musste ein radfahrender Pilger, ich meine er war aus Chemnitz sich einmal Luft verschaffen. Augenblicklich standen alle anderen 20 Pilger senkrecht in den Schlafsäcken und dachten nur „Donnerwetter“. Die Schüssel blieb aber zum erstaunen aller noch ganz. Er ward dann nicht mehr gesehen – ist davongefahren.
Alle Pilger schreiben ein Tageheft. Der Gymnasialoberlehrer i.R. aus Chemnitz hatte drei dicke Bücher dabei. Eines für die täglichen Aufzeichnungen, eines für das eintragen von Adressen von Pilgern usw. und eines für das beschreiben der gemachten Fotos. Wenn der die Bücher hätte tragen müssen, er wäre nach wenigen km zusammengebrochen.

Wir hatten auch zu schleppen, unsere Tagesetappen waren aber dennoch:
Roncesvalles- Zubiri
Cizur Menor
Puenta la Reine
Villa Mayor de Monjardin
Torres del Rio
Navarette
Azofra
Santo Domingo
Belorado
Atapuerca
Burgos insgeamt 261 km

Diesen Weg zu gehen war ein unvergleichliches Erlebnis. Schön war Menschen aus allen Ländern zu begegnen. Ich denke an zwei finnische Mädchen, die schon in Roncesvalles ihre Stockbetten neben uns hatten und die wir bis Burgos immer wieder trafen.
Terra, 24 aus Pensylvenia haben wir aus den Augen verloren. (war auch im Bus nach Roncesvalles) Sie hatte keine warme Kleidung dabei und auch keine Wegebeschreibung. Studierte ein Jahr in Marburg als auch Florian und Katharina in Marburg waren. Unterrichtete schon zwei Jahre in Namibia. Wir waren ja vor kurzem auch erst dort – solche Zufälle. Sie hat uns auch so an Katharina erinnert. Hatte das arme Mädchen Blasen. Christine hat die mit roten ! Fäden durchzogenen Füße noch verpflastert. Sie treffen sich sicher noch einmal wieder.

Der erste Deutsche, der uns bei einer Rast auf einem Dorfplatz beim Wasserflaschen auffüllen am Brunnen mit „Grüß Gott “ begrüßte war dann doch ein Österreicher.
Karl, 55 hatte auch Probleme mit den Beinen, er blieb auch zurück. Hat aber Zeit denn er muss erst am 28. 05. daheim sein, dann heiratet sein Sohn.

Andere waren wesentlich schneller, sahen es auch mehr aus sportlichen Gründen.
Mit Seppi aus Holland waren wir auch öfters zusammen. Sie war dann aber vor uns. Christine wird sie sicher wieder treffen, denn bis Santiago ist noch viel Zeit.

Oder ein Paar aus Australien. Sie ca. 60, war mit ihren Lover unterwegs. Der Mann war daheim. Sie machte den Weg schon zum zweitenmal, wusste schon immer im voraus die besten Herbergen und kannte das beste Pilgerrestaurant. Sie hat viel verglichen. Ich meine der Weg ist einmalig und ganz sicher jedes mal anders. Zum Glück hatte der Lover Beschwerden und sie mussten mit dem Bus fahren. Haben sie in Burgos vor der Kathedrale wieder getroffen. Werden weiter immer wieder Bus fahren

So bleiben noch viele andere in Erinnerung. Z.B. Edith 24 aus Quebec, studiert Jura, hüpft und lacht immer oder Sophia, 44 aus Spanien ist schon 18 Tage unterwegs. Sie startete in ihrer Heimat Barcelona. Sophia war es auch die uns als erste von der Papstwahl erzählte.
John aus USA wird nächstes Jahr mit einer kleinen Gruppe seiner Studenten den Weg noch einmal gehen.

Alle kamen auf ganz unterschiedliche Weise dazu, den Jakobsweg zu gehen. Es war jedenfalls eine tolle Gemeinschaft und nach dem ersten Tag laufen gehörte man ganz einfach dazu. Es sahen alle gleich aus mit den Rucksäcken und es hatten alle den gleichen Weg.

Es war das schöne, alleine zu laufen und doch immer wieder bekannte Gesichter bei Pausen oder in Herbergen zu treffen – oft auch erst wieder nach Tagen.

Eine tolle Erfahrung war die Einsamkeit zu genießen. Stundenlang an Getreidefeldern ,Olivenhainen, Pfirsichplantagen oder Weinbergen entlang zu gehen.
Ol Olivenhainen, Pfirsichplantagen oder Weinbergen entlang zu gehen.
Die Dörfer mit ihren oft zu großen Kirchen zu sehen. Viele bereits verlassene Häuser und Höfe stehen am Weg. Für die „Kamera“ oft schön anzusehen, aber sie bedeuten auch den langsamen Zerfall, die Preisgabe einer ganzen Region. Wir wunderten uns oft wer denn die Felder und Weinberge bewirtschaftet, denn es war oft niemand zu sehen.
Die Jungen ziehen weg und arbeiten und leben in Burgos oder in anderen größeren Städten.
Es war einfach wunderschön auf den Asphaltstraßen, den Staubwegen (die nicht gestaubt haben) den Erdwegen, schmalen Auf- und Abstiegen zu gehen.
Das Handy war bis zum letzten Tag aus und von Arbeit und sonstigen Verpflichtungen wurde nicht gesprochen – das tat gut.

Nebeneinander zu laufen, miteinander zu reden oder auch hintereinander und eine Stunde nur zu gehen und zu schauen. Den Windschatten des anderen auszunutzen. Wieder zu lernen mit geschlossenen Augen gerade aus zu gehen, sich nur am Laufgeräusch des Partners zu orientieren und einfach den unterschiedlichen Untergrund unter den Füßen zu spüren. Löcher und Pfützen zu ahnen, auch wenn man nicht hinschaute. Ein Naturerlebnis.

Zeit zu haben, das war das wertvollste.
Wir haben den Wetterunbilden getrotzt, hatten keine Blasen (ich bekam eine klitzekleine) hatten keine Kreuzschmerzen oder Muskelkater. Es war einfach ein unbeschreibliches Gefühl. Ich hab zu Christine gesagt sie läuft mit der Leichtigkeit einer Gazelle und der Ausdauer einer Leopardin.
Es war erstaunlich, da wir ja sonst keine Läufer sind und auch nie einen Rucksack tragen.

Vor vielen älteren hatten wir Achtung, dass sie das auf sich nahmen und mitkamen, bei vielen Jungfüchsen wunderten wir uns, wenn sie über allerlei Schmerzen klagten.

Es war einfach eine schöne Zeit und ich möchte sie um nichts mehr missen. Der Abschied in Burgos war sehr schwer.

Meine Rückreise war auch ein Erlebnis. Marsch zum Busbahnhof in Burgos; Laurence in der Nähe der Herberge noch einmal getroffen; die Forchheimer sind doch da, wollten eigentlich mit dem Bus nach Madrid fahren oder mit dem Leihauto nach Pamplona; schön dass sie nun dabei waren; dreimal nachfragen ob auch der richtige Bus – dann großes und lautes Palaver aber nichts verstanden.
Der richtige Bus, fährt an Vitoria (Umsteigestation) vorbei; meine Begleiter werden nervös; Ich zucke nur mit den Schultern denn ich hatte nicht aufgepasst, war in Gedanken noch einmal den Camino gegangen und sah Christine vor mir laufen; dachte nur der Hl. Jakobus wirds schon richten; dann doch Zweifel, Karte raussuchen, kluger Mann baut vor, denn zu seiner Zeit gab es ja noch keine Autobahn und Glück gehabt es gab noch eine Ausfahrt.
Pamplona ; noch Zeit; Bar – Vino Tinto und was essen; Zeit vergeht zu schnell; Taxi bestellen – Taxifahrer streiken — zum laufen zu weit, kein Bus fährt; Die Bedienung in der Bar schickt uns zu einem großen Hotel damit uns der Hotelbus u.U. mit zum Flughafen nimmt; klappt; Bus steht da fährt aber erst später; Bar -Vino Tinto, Florian ruft an – im Büro ist eingebrochen worden, Computer und Laptops weg, wusste es aber schon von der Sekretärin die mich vorwarnen wollte wenn ich am Wochenende ins Büro komme; Vino Tinto; jetzt war es schon bald egal ob wir den Flieger noch erwischen; hat dann leider doch noch geklappt, sonst >> > Herbergssuche und den Weg von neuem begonnen.

Ich bin sicher, in Santiago de Compostela hätten wir uns getroffen.

Das waren einige Eindrücke von unserem gemeinsamen Weg. Ich wäre noch gerne dabei.
Christine wird sich bei Gelegenheit per Mail melden, das ich dann gerne weitergebe. Die nächsten Tage stelle ich auch Bilder ins Internet unter: www.bender-kolitzheim.de

Aber jetzt zu Waschmaschine, Kühltruhe, Anrufbeantworter, Garten und Terminen, Terminen.

BUEN CAMINO CHRISTINE

 

„Wenn du schnell gehen willst, geh allein.
Aber wenn du weit gehen willst, geh mit anderen.“

Afrikanisches Sprichwort von Renate

Jakobsweg / Wegstrecken

Mein Jakobsweg von Roncesvalles – Cabo Fisterra ca. 900 km

8. April 2005
Kolitzheim – Frankfurt – Barcelona – Pamplona

9. April 2005
Pamplona – Roncesvalles mit dem Bus um 16.00 Uhr

10. April – 22 km
Roncesvalles –- Zubiri

11. April – 25 km
Zubiri – Burlada – Pamplona – Cizur Menor

12. April — 25 km
Cizur Menor – Uterga – Eunate – Puente La Reine

13. April — 36 km
Puente La Reine – Cirauqui – Lorca – Villatuerta – San Miguel – Estella – Kloster Irache –
Villa Mayor de Monjardin

14. April — 21 km
Villa Mayor de Monjardin – Los Arcos- Samsol – Torres del Rio – Santa Sepulcra

15. April — 34 km
Torres del Rio – Viana – Logrono – Navarete

16. April — 22 km
Navarete – Ventosa – Najera – Azofra

17. April — 16 km
Azofra – Ciruena – Santa Domingo Calzada

18. April — 24 km
Santa Domingo Calzada – Granon – Belorado

19. April – 25 km
Belorado – Villafranca – San Juan de Ortega – Atapuerca

20. April — 16 km
Atapuerca – Burgos

21. April – 31 km
Burgos – Villabilla de Burgos – Tardajos – Rabe de las Calzades – Hornillos del Camino Sambol – Hontanas

22. April – 30 km
Hontanas – Kloster St. Anton – Castrojeritz – San Nicolas – Itero de la Vega – Boadilla del Camino

23. April – 27 km
Boadilla del Camino – Canal de Castilla – Fromista – Villalcazar de Sirga – Carrion de los Condes

24. April – 27 km
Carrion de los Condes – Calzadilla de la Cueza – Ledigos – Terradillos de los Templarios

25. April – 32 km
Terradillos de los Templarios – Moratinos – San Nicolas del Real Camino – Ermita Virgen
del Puente – Sahagun – Ermita San Roque – Nuestra Senora de Perales – Bercianos del real Camino – El Burgo Ranero

26. April – 38 km
El Burgo Ranero – Reliegos – Mansilla de las Mullas – Leon

27. April – 33 km
Leon – San Marcos – Villadangos del Paramo – Hospital de Orbigo

28. April – 18 km
Hospital de Orbigo – San Justo de la Vega – Astorga

29. April – 22 km
Astorga – Santa Catalina de Somoza – El Ganso – Rabanal del Camino

30. April – 29 km
Rabanal del Camino – Foncebadon – Cruz de Ferres – Manjarin – El Acebo – Riego de Ambros – Molinaseca – Ponferrada

1. Mai – 30 km
Ponferrada – Columbrianus – Fuentas Nuevas – Cacabelos – Villafranca del Bierzo – Pereje

2. Mai – 24 km
Pereje – Trabadelo – Vega de Valcarce – La Faba – O`Cebreiro

3. Mai – 21 km
O`Cebreiro – Alto de Poio – Triacastela

4. Mai – 23 km
Triacastela – Sarria – Barbadelo – Rente

5. Mai – 25 km
Rente – Ferreiros – Portomarin – Gonzar

6. Mai — 32 km
Gonzar – Ventas de Narion – Palas de Rei – San Xulian – Casanova – Leboreiro – Furelos – Melide

7. Mai – 12 km
Melide – Arzua

8. Mai – 32 km
Arzua – Pedrouza-Arca – Lavacolla – San Marcos Monte de Gozo

9. Mai – 5 km
Monte de Gozo – Santiago 12.00 Uhr Pilgermesse

10. Mai – 22 km
Santiago – Negreiro

11. Mai – 34 km
Negreiro – Olveiroa

12. Mai – 22 km
Olveiroa – Conaubion

13. Mai – 16 km
Conaubion – Cabo Fisterra

14. Mai
Cabo Fisterra – Santiago mit dem Bus

15. Mai
Pfingstsonntag / 12.00 Uhr Pilgermesse und Abschied
Santiago – Madrid – Frankfurt

Der Weg

Der erste Schritt ist entscheidend Alle anderen sind nur die Folge dieser Entscheidung

Roland Breitenbach

Gehen heißt, dem Rhythmus des Lebens zu folgen, dem Schritt des Herzens. Wer auf seine Schritte achtet, auf sein Herz, auf das Fließen des Atems, der entdeckt, dass wir ein Teil des Rhythmus dieser Erde sind. Durch das gehen langer Strecken wird das Leben verlangsamt, vereinfacht, gereinigt und geleert, so dass der Pilger sich wieder neu öffnen kann.

So wie die Weisen aus dem Morgenland dem Stern gefolgt sind, war für uns die Muschel das Wegzeichen, die mit gelben Strahlen wie eine Sonne auf blauem Grund leuchtete.
Ob am Weg, an Häusern, im Boden eingelassen oder als goldene Muschel in Roja, sie war immer da und hat uns geführt, wie froh war man manchmal die Muschel wieder zu sehen?

Aus dem Email von Rudi:

„Alle kamen auf ganz unterschiedliche Weise dazu, den Jakobsweg zu gehen. Es war jedenfalls eine tolle Gemeinschaft und nach dem ersten Tag laufen gehörte man ganz einfach dazu. Es sahen alle gleich aus mit den Rucksäcken und es hatten alle den gleichen Weg.

Es war das schöne, alleine zu laufen und doch immer wieder bekannte Gesichter bei Pausen oder in Herbergen zu treffen – oft auch erst wieder nach Tagen.

Eine tolle Erfahrung war die Einsamkeit zu genießen. Stundenlang an Getreidefeldern , Olivenhainen, Pfirsichplantagen oder Weinbergen entlang zu gehen.
Die Dörfer mit ihren oft zu großen Kirchen zu sehen. Viele bereits verlassene Häuser und Höfe stehen am Weg. Für die „Kamera“ oft schön anzusehen, aber sie bedeuten auch den langsamen Zerfall, die Preisgabe einer ganzen Region. Wir wunderten uns oft wer denn die Felder und Weinberge bewirtschaftet, den es war oft niemand zu sehen.
Die Jungen ziehen weg und arbeiten und leben in Burgos oder in anderen größeren Städten.
Es war einfach wunderschön auf den Asphaltstraßen, den Staubwegen (die nicht gestaubt haben) den Erdwegen, schmalen Auf- und Abstiegen zu gehen.
Das Handy war bis zum letzten Tag aus und von Arbeit und sonstigen Verpflichtungen wurde nicht gesprochen – das tat gut.

Nebeneinander zu laufen, miteinander zu reden oder auch hintereinander und eine Stunde nur zu gehen und zu schauen. Den Windschatten des anderen auszunutzen. Wieder zu lernen mit geschlossenen Augen gerade aus zu gehen, sich nur am Laufgeräusch des Partners zu orientieren und einfach den unterschiedlichen Untergrund unter den Füßen zu spüren. Löcher und Pfützen zu ahnen, auch wenn man nicht hinschaute. Ein Naturerlebnis.

Zeit zu haben, das war das wertvollste.
Wir haben den Wetterunbilden getrotzt, hatten keine Blasen (ich bekam eine klitzekleine) hatten keine Kreuzschmerzen oder Muskelkater. Es war einfach ein unbeschreibliches Gefühl. Ich hab zu Christine gesagt sie läuft mit der Leichtigkeit einer Gazelle und der Ausdauer einer Leopardin.
Es war erstaunlich, da wir ja sonst keine Läufer sind und auch nie einen Rucksack tragen.

Vor vielen älteren hatten wir Achtung, dass sie das auf sich nahmen und mitkamen, bei vielen Jungfüchsen wunderten wir uns, wenn sie über allerlei Schmerzen klagten.

Es war einfach eine schöne Zeit und ich möchte sie um nichts mehr missen. Der Abschied in Burgos war sehr schwer.“

Wie hat Gudrun gesagt: „Der Weg ist wie das Leben, du wirst nochmal dein Leben laufen“
Die ersten Schritte und Tage wie in der Kindheit, alles ist neu, mit der Zeit wird man sicher und erfahren. Im Laufe des Weges kamen auch so viele Erinnerungen, waren es die staubigen Dorfstraßen oder die Menschen die einem am Wegesrand begegnet sind, oder einfach die viele Zeit, die man zum Nachdenken hatte. So vieles, was längst vergessen war, war auf einmal wieder da, als wäre es gestern erst gewesen. Und wie im Leben – es gibt kein Zurück mehr. Der Weg, die Landschaft, die Menschen, die Dörfer und Städte, die schönen romanischen Brücken und Kirchen machten jeden Tag zu einem neuen Erlebnis.
Jede Begegnung ob mit Spaniern oder Pilgern war mit einem Gruß verbunden, laut rufte man sich einen guten Weg einen „Boun Camino“ zu.

Wohin führt Dein Weg?

Ich weiß nicht, wohin der Weg führt. Aber ich will darauf vertrauen, daß
er ein Ziel hat. Ich will darauf vertrauen, daß es sich lohnt weiterzugehen.
Ich will mich überraschen lassen von dem, was der weitére Weg mir an
Möglichkeiten schenkt.
Und ich will nicht warten auf die Dinge, die es vielleicht nur an einem
anderen Weg gibt.

Ich will mich freuen über das, was sich mir schon heute in den Weg stellt,
Blumen, Zäune Hindernisse, Menschen , die mir begegnen oder mich begleiten.
Ich will mich freuen, solange ich weitergehen kann und sehen kann und hören
und riechen.
Und dann eines Tages weiß ich hoffentlich, daß es der richtige Weg war, mein
Weg…. Ich hoffe ein guter Weg.

Gedicht von Henriette

Die Pilger

Aus der Begegnung mit Menschen Erfahren wir erst Wer wir sind.

Roland Breitenbach

Ob früher oder heute:
Die Pilger brechen auf, um in erster Linie Gott zu ehren. Ihr Glaube an Gott und das Vertrauen an die Heiligen ist ihr Beweggrund für eine teilweise anstrengende Reise. So bitten die Pilger um Vergebung ihrer Sünden, aber auch um Heilung von schweren Krankheiten. Eine Pilgerreise ist mit körperlicher Anstrengung verbunden und erfordert ein großes Ausmaß an Selbstüberwindung unabhängig von allen Wetterbedingungen.
Ein Pilger erfährt auf seinem Weg eine besondere Art der Gemeinschaft, er findet Hilfe, Solidarität und Nächstenliebe.

Chris, aus Indiana, war der erste Pilger der uns in Pamplona begegnet ist, zwei Tage war er unterwegs, kam heute aus Roncesvalles über 40 km, hat seine Freunde abgehängt, er hatte schon den richtigen Pilgergang, mit ihm haben wir unser erstes Pilgeressen eingenommen. Ja und da waren die Pilger aus Italien, Frankreich, Australien, Brasilien, Kanada, USA, Holland, Belgien, Skandinavien und erzählten sich ihre Erlebnisse. Wir waren fast neidisch, nicht mitreden zu können, und konnten es kaum erwarten auch richtige Pilger zu sein.
Was bewegt einen Amerikaner wie Chris, 33 Jahre, diesen Weg zu gehen?
Die richtige Antwort wird man nie bekommen!

Am großen Busbahnhof in Pamplona standen Laura und Marie, die beiden Mädels aus Finnland, wer hätte gedacht, dass wir heute zusammen beginnen und in 35 Tagen zusammen den Weg beenden? Ganz schüchtern waren die beiden.
In Roncesvalles schliefen wir nebeneinander, Marie hat geschnarcht, aber die beiden waren gut ausgerüstet, was die Kleidung anging. Wir waren dann noch eine Nacht in Cizur Major zusammen, und haben uns dann wieder in einem Cafe in Los Arcos getroffen, erst da war der Bann gebrochen und wir vier freuten uns wieder zu sehen, wie alte Freunde. Marie hatte Probleme mit den Knien. In Sant Juan de Ortega haben Sie sich einquartiert und über die Kälte und die einfache Herberge gejammert.

Im Bus dann vor uns im Sitz war Terra, das Mädchen aus Pensylvania, Sie war so alt wie Katharina, war zwei Jahre in Namibia als Lehrerin, schon lange nicht mehr zu Hause. Ein Spanier hatte ihr in Namibia vom Jakobsweg erzählt, sie hatte nur eine leichte Kapuzenjacke, je näher wir nach Roncesvalles kamen, desto höher wurde der Schnee, aber sie war sehr optimistisch, sie hatte nur Probleme mit ihrem neuen Handy.
Aber sie kam über die Pyrenäen, trotz der einfachen Kleidung, wir haben uns das letztemal in Torres del Rio gesehen, sie hatte so viele Blasen, ich wüsste so gern, was aus ihr geworden ist, aber wir dachten da noch nicht, dass wir uns nicht mehr wieder sehen!

Neben vielen anderen war noch Seppi, die Holländerin mit im Bus, Sie hat mich sofort an Ulli erinnert, und sie war auch so, immer mit einem Lächeln im Gesicht.
Wir beide, gleich alt, die gleiche Kondition, wir hätten gut zusammen gehen können. Ich hätte sie so gerne noch mal getroffen, aber sie war immer zwei Tage vor mir, aber wir werden uns wiedersehen.

Einige kamen mit uns mit dem Bus ins Kloster, um den Weg zu beginnen, viele waren schon dort, waren schon einen Tag von St. Jean-Pied-de Port unterwegs. Wieder haben wir ganz neidisch auf die Pilger geschaut, die hatten schon einen Grund ihre Beine und Füße zu pflegen und sie konnten schon von ihrem Pilgerweg berichten. Die längste Zeit hat es auch für uns gedauert.
Da war Laurence, 19 Jahre aus Kanada, ich werde dieses Mädchen in meinem ganzen Leben nicht vergessen. Immer wenn ich mal nicht will oder nicht mehr kann, werde ich mir diesen Blick vor Augen führen. Es war der Morgen nach der Nacht in Roncesvalles, die ganze Nacht hat es geschneit und gestürmt, der Wind ist um die Mauern gepfiffen, wir waren bestimmt eine der letzten die aufgestanden sind, immer geschaut, was machen die anderen. Auf einmal waren wir fast die letzten und es war klar, auch wir müssen gehen, obwohl man keinen Hund vor die Tür gejagt hätte! Da stand Laurence, jung und gestrahlt über das ganze Gesicht, eine Top-Ausrüstung, Gamaschen, Gore-Tex-Stiefel, Mütze, Gore-Tex-Jacke, Super Hose, einfach rundum wie aus dem Sportladen und voller Energie – ich habe das Mädchen angeschaut und in dem Moment war mir klar, wenn die da raußgeht und es schafft, schaffen wir es auch!
Dieser Blick hat mich auf meinem Weg begleitet!
Wir waren in Cizur Major und in Puente de la Reine noch zusammen, sie hat uns dann erzählt, war fertig mit dem Studium und möchte bis sie 25 Jahre alt ist, die drei großen religiösen Wege der Welt gehen, für die katholische Kirche den Jakobsweg, für den Buddhismus in der Mongolei und für den Hinduismus in Nepal – wir waren begeistert.
Sie hat dann drei junge Pilger getroffen und die vier sind zusammen gelaufen, haben gekocht, getanzt und gelacht.
Als Rudi und ich uns in Burgos getrennt haben, war sie es, die ihm auf dem Weg zum Busbahnhof getroffen hat – und zwei Stunden später in Rabe de las Calzades als ich das Dorf verlassen habe, da saß sie an der Friedhofsmauer und hat Tagebuch geschrieben, wie haben wir uns gefreut, es war dann unser gemeinsamer Tag bis Hontanas, ein Tag, den wir beide nicht vergessen, die weite Hochebene der Meseta, und dann endlich das Dorf Hontanas, wie in einem Nest eingebettet, wir haben es genossen in der privaten Herberge zusammen zu sein, haben geschlafen wie die Könige, am Morgen dann waren ihre Freunde wieder da – wir haben uns getrennt und nicht mehr gesehen, ich hatte immer Hoffnung, sie noch einmal zu treffen, wir kamen am gleichen Tag nach Santiago – aber wir haben uns nicht mehr gesehen! Heute mailen wir uns.

Petra war es, die uns den Typ mit der privaten Herberge in Hontanas gab, sie war schon vor uns da, sie war immer die erste am Morgen und am Abend. Wir haben uns schon mal getroffen, in Sant Juan, sie war allein unterwegs, sehr sportlich und bewandt. Vor dem Abendessen saß sie da und lernte Französich oder Spanisch – für mich unbegreiflich, auch noch die Bücher mit herum zu tragen. Es war unser erster Abend hier zusammen mit sehr vielen Deutschen und einem Holländer, er spielte für uns Mundharmonika.
Jeder ging seinen Weg am nächsten Tag, es war ein sehr schöner Tag mit viel Sonne, endlose Meseta nach Castrajerz, ich entschloss mich bis Boadillio del Condes zu laufen, war so schön über die alte Brücke zu gehen, und dann von weitem schon die alten Taubenschläge zu sehen, und dann diese alte Herberge aus dem 14. Jhd. – und wer saß schon da und lernte Französisch oder Spanisch – Petra. Ach wie haben wir beide uns gefreut, uns doch wieder zu treffen. Für uns beide war klar, jeder wird seinen Weg alleine gehen, wir werden keine festen Ziele vereinbaren – aber wir waren am Abend immer sehr gern zusammen. Endlich jemand, mit dem man alle Erfahrungen austauschen konnte, alle Probleme ansprechen, deutsch reden, wir spazierten die Dorfstraße rauf und runter und irgendwo waren wir zwei schon die besten Freundinnen. Petra hatte zwei französische Freunde, wir waren noch einige Tage in den Herbergen zusammen.
Nur in Coadillia del Condes und in Melide waren wir beide nicht zusammen, wir haben uns früh nie verabschiedet, Petra war eine der ersten, die im Dunkeln die Herberge verließ, sie lief sehr gut, noch besser wie ich, sie war schon immer am frühen Nachmittag in der Herberge, hatte keine Probleme weder Blasen noch Schmerzen. Sie war immer da, wenn es was zum Übersetzen gab, am Abend saßen wir beim Pilgermenü zusammen.Ich bin so dankbar sie kennen gelernt zu haben, meist war sie schon geduscht bis ich kam, ich werde nie vergessen, es war der 30. April als ich in die Herberge nach Ponferrada kam, der Herbergsvater ein Deutscher hatte ewig gebraucht, bis er mir ein Bett gab, es war dann das letzte im Zimmer wo auch Petra war, und sie sagte als ich kam: „Christine mach dich zurecht, heute ist Tanz in den Mai“, mir war nach allem anderen zumute, so war es immer im ersten Moment, wenn man dann geduscht war, sah die Welt schon wieder anders aus.

Sofia, die Mutter des Camino, wie ich sie nannte, die Spanierin, die ihren Weg in ihrer Heimat Barcelona begonnen und den arogonischen Weg gegangen ist. Sie hat auch in Eunate übernachtet und war so eine richtige Pilgerin und Spanierin.
Als wir uns in Torres del Rio zum erstenmal sahen, war sie schon 500 km gelaufen. Sie kannte jeden auf dem Weg und wenn nicht, dann lernte sie schnell jeden kennen, sie hatte ihre ganzen Füße mit Pflaster umwickelt, (Pflaster ist sehr gut und billig in Spanien), und hat jedem geholfen. Wir beide haben uns von der ersten Sekunde an verstanden, haben uns immer wieder gefreut wenn wir uns getroffen haben und sind dann immer ein Stück zusammen gegangen. Sie war eine besondere Pilgerin, eine spanische eben, stand nicht früh auf am Morgen, legte dann aber los und lief ihr Pensum oft bis in den späten Abend. Wenn man sie nicht sah, dann hörte man sie, laut wie die Spanier eben sind, mit dem Handy und lachend.
Man erkennt die Spanier, sie gehen in die Herberge und machen erst mal siesta, nicht wie die Deutschen, Duschen, Bett herrichten und Wäsche waschen. Irgendwann wird die Wäsche auch mal gewaschen, dann tropfnass über die Leine gehängt, Wäscheklammern haben nur die Deutschen.
Durch Sofia war ich mit vielen Spaniern zusammen wie Salvio, Antonio und ., und lernte somit viel von den spanischen Gepfogenheiten und Spezialitäten kennen.
Sofia liebte das Pilgern, sie war schon zweimal in Santiago, einmal über den Camino Porto und über den Camino Plato von Sevilla nach Santiago.
Sie war es auch, die uns in Atupuerco am 19. April das Ergebnis der Papstwahl mitteilte.
Sofia ist auch bis ans Cap gelaufen, schade war nur, ihr Flugzeug ging einen Tag früher wie meines und wir konnten die letzten Schritte nicht gemeinsam gehen.
Mit ihr hätte ich gerne den Champus getrunken.

Rolf aus Hamburg, war die letzten Tage auf dem Weg zum Cap dabei. Er war auch den aragonischen Weg gekommen, immer einen Tag hinter mir, er hat uns am Cap mit Champus überrascht.
Das war ein Fest.

Dorothee aus Aachen
Martin aus der Schweiz
Oli und Andreas aus Bielefeld
Angelika
Carol und Andrew aus Australien
Fabiane und Diego aus Brasilien
John aus USA
Chris aus England

Die Herbergen

Wenn du gehst Findest du Menschen auf dem Weg Und du findest dich selbst.

Roland Breitenbach

Was waren wir gespannt auf diese Herbergen, von denen soviel erzählt wurde! Von unserer ersten in Pamplona waren wir beeindruckt, wir waren 10 – 12 in einem Raum. Es war ein Durchgangsraum, alles ging durch zur Toilette, Dusche, Waschküche, Küche – aber es war verhältnismäßig ruhig, alle sehr diszipliniert, hat uns sehr gewundert. „Die Kaoten sind doch alle zu Hause“! Jeden Abend aufs Neue, wo ist die Herberge, gerade in größeren Orten vor allem in den Städten war das ganze mit einer Suche verbunden. Angst mussten wir nie haben, freie Betten gab es um diese Jahreszeit immer, wir konnten uns immer das Bett aussuchen. Erleichtert waren wir, wenn man dann vor der Herberge stand, ob von der Gemeinde, Kirche oder privat. „The same procedere as ever day!“ Schon beim Eintreten wußte man genau was einen erwartete. Da gab es die einen, wo man vom Herbergsvater ganz herzlich begrüßt wurde: „Setzt Dich erst mal und trink einen Schluck Wasser“ bestimmt auf spanisch, aber es konnte jeder verstehen. Dann erst nach einer Pause führte er dann durch die Herberge, zeigte das Bett und machte uns mit der Hausordnung vertraut. Diesen Empfang gab es nicht immer. Oft kam man an und dann: „Pilgerausweis, Nationalität, Alter, Kassieren, Hausordnung …“ Da ist man sich wie eine Nummer vorgekommen, ohne Registratur hätte man kein Bett bekommen. Es hat auch deutlich gemacht, dass im Sommer doch recht viel los ist, und ohne eine gewisse Ordnung man nicht durchkommt. Mit dem Pilgerausweis hatte man die Berechtigung für die Benutzung einer Herberge aber immer nur für eine Nacht. Hatte man erst mal sein Bett, so fing man sofort an sich häuslich einzurichten und es wurden schnell Grenzen gezogen. Jeder organisierte sich noch ein bisschen Platz vor dem Bett, wo man den Rucksack und seine sieben Sachen ausbreiten konnte. Das war nicht immer leicht, gerade wenn man oben schlief. Manchmal gab es auch einen Spind zum Absperren, das war aber dann schon Luxus. Schlafsack ausbreiten, Handtuch über das benutzte Kissen, alle Tüten rauß, dann duschen wenn es Platz gab und Wäsche waschen. Einmal in der Woche schaute ich immer in eine Herberge mit Waschmaschine und Trockner zu kommen, dann wurde alles gewaschen. Danach fühlte ich mich immer wie neugeboren. Es gab auch Herbergseltern die machten das für uns. Ich organisierte mir dann immer noch eine Decke. Mein Schlafsack wog 800g, das war für die Jahreszeit zu wenig. Ich hätte ohne Decke trotz langer Unterwäsche immer gefroren. Meist blieb dann noch Zeit zum lesen und schreiben, bis man dann um 8.00 Uhr ein Restaurant in der Nähe aufsuchte, wo es dann das Pilgermenü gab. Schön war immer, wenn wir eine Gruppe von Pilgern waren. Es war immer interessant die einzelnen Erlebnisse zu hören. Das Pilgermenü so im Preis von 5 bis 11 Euro, kann man eigentlich nur empfehlen. Man konnte zwischen verschiedenen Vorspeisen (Salat, Pasta, Schinken, Suppe, Bohnen usw.) wählen, dann gab es auch zur Wahl verschiedene Hauptgerichte wie Schweinefleisch, Rindfleisch, Lamm oder Fisch meist Forelle und alles gebraten mit Pommes oder Eier mit Schinken und als Dessert gab es auch Pudding, Joghurt oder Käse oder Santiago Torte dann in Gallizien. Zu empfehlen ist wirklich mal alles zu probieren, gerade die regionalen Spezialitäten sind sehr gut. Dazu gab es Weiß- oder Rotwein, wir waren auf alle Fälle immer satt und hatten die richtige Bettschwere. Manchmal mussten wir uns beeilen, denn die Herbergen machten um 10.00 Uhr zu und das Licht ging aus – dann war Ruhe. Es war unglaublich, aber alles war müde und schlief und schnarchte. Ich bin immer sofort eingeschlafen und schlief dann auch sehr gut so bis um drei Uhr, aber dann wurde der Schlaf leichter und die vielen Schnarcher ließen mich nicht mehr einschlafen. Ohropax konnte ich nicht nehmen. Spätestens um 5 Uhr, raschelten die ersten Plastiktüten, ein schreckliches Geräusch wenn alles ruhig ist, und wie heißt es: „Wenn eine Schwalbe fliegt, dann fliegen alle“ Kaum steht der erste auf, dann geht das Gewusel los, wie in einem Ameisenhaufen, an Schlaf oder Ruhe ist nicht mehr zu denken. Ich bin immer eine der letzten gewesen die aufstand, so um 7 Uhr. Ich hatte dann die sanitären Anlagen meist für mich alleine, weil die meisten schon weg waren. Mein Frühstück bestand aus einer Banane und einem Liter Wasser mit einer Vitamin-Tablette. In einigen Herbergen haben die Herbergsleute ein Frühstück angeboten, wenn die nächste Einkehrmöglichkeit nicht in zwei bis drei Stunden zu erreichen war. Manche Herbergen hatten auch Kochmöglichkeiten, einige Pilger nutzten dies täglich. Zum Frühstück und zum Abendessen wurde dann gebrutzelt, gekocht und die Lebensmittelreste wie halbe Zwiebeln und Eier wieder mitgeschleppt. Um 8 Uhr mussten die Herbergen verlassen sein. Ich zog es vor, zwei bis drei Stunden laufen, dann in einer Bar einzukehren, genüsslich Kaffee zu trinken. Die Spanier machen einen erstklassigen Kaffee schon für einen Euro, habe mir dann eine Bocadillia legen lassen, mit Schinken und Käse oder Eier, das war immer sehr gut. Wenn es eine große Bocadillia war, konnte ich mittags noch mal daran essen. Wenn ein Supermarkt oder eine Panaderia (Bäckerei) am Weg war, kaufte ich mir immer frisches Gebäck, Obst und Joghurt und machte dann später Picknick draußen oder auf dem Dorfplatz. Am späten Nachmittag kehrte ich dann meist noch mal in einer Bar ein. War auch immer ein Erlebnis – diese Bars. Gerade in den Dörfern waren sie am Nachmittag wie ausgestorben.Doch kaum hat man bestellt, war das halbe Dorf da, vor allem die Männer, wo die nur immer so schnell herkamen. Jedes kleine Kaff hatte eine Bar, gut eingerichtet und sauber, oft auch von Frauen geführt. Was bei uns auch nicht möglich wäre, man geht dort, auch die Frauen am späten Vormittag oder am Nachmittag in die Bar. Man steht meistens an der Bar. Ich genoss die Zeit immer, erstens lernte man die Einheimischen kennen, man traf andere Pilger, konnte Zeitung lesen, wenn auch auf spanisch und auf die Toilette gehen, was natürlich ganz wichtig war. Zu den eindrucksvollsten Herbergen gehörte die alte Scheune (Pilgerherberge) in Roncesvalles von einem holländischen Ehepaar geführt. Die Scheune hatte eine Atmosphäre wie in einer großen Kirche, ein Raum für bestimmt 150 Menschen aber wunderschön. Im Keller mit neuen sanitären Anlagen und Waschmaschinen, ein Regal mit Utensilien die Pilger nicht mehr brauchten, aber für irgendjemand wieder lebensnotwendig waren. Ganz liebe Holländer, die Herbergsmutter schlief bei uns. Villa Mayor de Monjardin werden wir auch nicht vergessen, eine ganz einfache Herberge, eine alte Scheune, riesiger Raum nur mit Zwischenwänden, alles nach oben offen, aber so ein herzlicher Herbergsvater, man hat alle Strapazen vergessen. Die Wirtin im Dorf hat auch extra für die Pilger gekocht, so richtige Hausmannskost, Kaninchen mit Gemüse, sehr gut. Als ich nach 11 Tagen nach El Burgo Ranero kam , traute ich meinen Augen kaum, der gleiche Herbergsvater wie in Villa Mayor de Monjardin, der gleiche herzliche Empfang: „Setz Dich erst mal hin Mädchen und trink einen Schluck Wasser“ – später hat sich das Rätsel aufgelöst, die beiden waren Zwillinge! War eine schöne Herberge ganz aus Lehm gebaut. In Hontanas kam ich mit Laurence an, wir liefen die Dorfstraße hinunter und kamen an einer privaten Herberge vorbei und dann kam die Gemeindeherberge in einem alten Gebäude schön renoviert. Wir entschieden uns dann für die private, kleine Schlafräume, jeder hatte einen Spind, super schöne und große Duschen – wie im Hotel. Hätte ich mir nie träumen lassen, dass ich mir meine Herberge noch auswählen kann! Die Herberge in Azofra war auch ganz neu, von Holländern gebaut, es gab nur Doppelzimmer im Herbergsstil, war gut gemacht, aber wie immer waren zu wenig Duschen und Toiletten für die vielen Pilger. Wir hatten noch Glück, die Herbergen waren um die Zeit nicht voll, im Sommer möchte ich nicht hier sein. Ein besonderes Erlebnis war auch, wenn die Herbergsmutter für uns Abendessen kochte, wie in Boadilla del Camino und in Terradillos de los Templrios. Einmal kommt man in den Genuss von richtiger Hausmannskost, man muss nicht mehr weit laufen, die ganze Familie ist im Einsatz und hilft mit. Die Pilger sitzen dann noch zusammen und es wird gesungen und Musik gemacht. Das schrecklichste Erlebnis hatte ich in Carrion de los Condes. Gudrun empfahl mir unbedingt dort im Kloster zu nächtigen. Als ich ankam hat es geregnet und gleich am Ortseingang war das Kloster, Santa Clara. Ein junger Mann „sehr freundlich“ zeigte mir ein Zimmer, grausam, es war ein Loch, ich sollte das letzte Bett nehmen, kein Fenster im Zimmer, alles stand voll, ich stellte meinen Rucksack ab und zahlte 5 Euro. Ich ging in das Städtchen ins Cafe und bestellte mir einen Schoppen. Ich dachte mir, nach ein paar Gläsern Wein könnte ich mich vielleicht darein legen, Augen zu und schlafen, an duschen und ausziehen war nicht zu denken. Nach einer Stunde kamen zwei Pilger, wir kamen ins Gespräch und als Paul von meiner Bleibe hörte, forderte er mich auf in die Gemeindeherberge zu kommen, es gäbe noch viel Platz und es wäre sehr schön. Ich holte meinen Rucksack und zog sofort dort ein. War mit Paul zusammen beim Pilgermenü, er lief am Tag gut 40 km hatte nicht soviel Zeit, wir haben uns nie mehr gesehen. Am Morgen als ich die Stadt verließ, sah ich am Stadtrand das Kloster „Hotel Monasterio de San Zoilo“, ein drei Sterne Hotel. Es war wunderschön, es wäre ein Genuss gewesen aber allein? Gudrun hatte Recht! In dieser Gemeindeherberge wurden wir vom Pfarrer um 5.30 Uhr mit Musik und Vaterunser ganz laut geweckt, hat mich an meine Zeit im Internat erinnert. Als ich meine Reise plante, habe ich mir vorgenommen einmal in der Woche im Hotel zu nächtigen, um wieder einmal in Ruhe zu schlafen und ordentlich zu duschen und zu frühstücken. Aber ich hatte auf dem Weg nicht das Bedürfnis für ein Hotel, mich hat es immer in die Herbergen gezogen, nachdem ich tagsüber viel allein war, war ich am Abend froh mit den anderen Polgern zusammen zu sein. fro doch gern mit Menschen zusammen. Ich hätte mir auch nicht vorstellen können, dass man sich so an ein einfaches Leben gewöhnen kann, mit sowenig Kleidung auskommen, keine Schminke, kein Handy, kein Luxus .. Aber dieses bescheidene Leben war so schön, so einfach ich habe nichts vermisst. Im Gegenteil, ich habe es genossen so einfach zu leben. Der einzige Luxus war ein Internetcafe um immer mal heim zu schreiben. In Leon im Frauenkloster war es Pflicht, die Andacht um 10 Uhr zu besuchen. Verstanden habe ich nichts, doch der Gesang der Nonnen war sehr schön. Ab Leon waren immer mehr Pilger unterwegs, vor allem auch mehr Deutsche und Spanier. Auffallend war nur, dass viele diese Pilger schon immer in den Herbergen waren bis ich ankam, meist schon bei einer Flasche Wein saßen und die größten Sprüche rissen, die Wäscheleinen schon blockierten und genau wussten wo die nächste Bushaltestelle war. Schon bald war klar, „diese Pilger“ laufen früh einige Kilometer und dann fahren sie mit dem Bus, sind dann immer die ersten in den Herbergen, keiner hat die überholt. Möchte nicht wissen, was die zu Hause erst erzählen!! „Eine Oase auf dem Camino“ hat Sofia den Bauernhof in Rente bezeichnet. Gudrun hat mir den Tipp gegeben, dort zu bleiben. Einmal auf einem alten Bauernhof in Gallizien einzukehren, war ein besonderes Erlebnis. Es war ein Einzelhof mit schönem Garten, Gallizischer Hòrrera (Getreidespeicher), Patio (Innenhof in Spanien), Bauweise und Einrichtung ganz typisch und ursprünglich für Gallizien und eine ganz liebe Familie. Wir hatten ein schönes Zimmer mit zwei großen Betten, einem Bad. Sofia genoss ein Vollbad am Abend und am Morgen und für uns wurde gekocht, ja es war eine Oase. Sofia ging nach dem Frühstück noch mal ins Bett, sie musste die Oase noch etwas länger genießen. Je näher wir an nach Santiago kamen, desto größer und einfacher wurden die Herbergen. Meist Junta-Herbergen, wo in den Abendstunden jemand saß und die ankommenden Pilger registrierte, aber dann waren die Pilger sich selbst überlassen. Die Herbergen waren alle gleich in der Einrichtung und umsonst, d.h., es stand eine Dose da und jeder konnte eine freiwillige Spende einwerfen. 5 Euro sollte man auch da bezahlen, denn jeder erwartet ein Bett und saubere sanitäre Anlagen. Alle anderen Herbergen hatten feste Preise von 4 bis 10 Euro. An das Schlafen im Schlafsack konnte ich mich bis zuletzt nicht gewöhnen, es war immer zu eng. Tagsüber beim Laufen hatte ich keine Schmerzen, keine Blasen, aber in der Nacht brannten meine Fußsohlen. Wenn die Füße dann im engen Sack aneinander kamen, wurde ich immer wach. Erst am Morgen als ich meine Schuhe wieder an hatte und die ersten Schritte machte, war das Brennen weg. Wie hat Petra gemeint :“Lass doch deine Schuhe an!“

Ein Weg, der das Ziel hat - Heimkehren

Mail nach der Rückkehr:

Hallo Ihr lieben Caminobegleiter,

ich bin wieder da, bin in Franken wieder angekommen in meiner Heimat, da wo ich daheim bin.

Ja, ich bin angekommen am Montag in Santiago de Compostela, es war ein großer Tag für mich, wir haben am Sonntag in Monte Gozo übernachtet,
es waren dann nur noch 5 km bis Santiago, so konnte ich den Weg früh richtig genießen und stand um 10.30 Uhr schon vor der Kathedrale,
ein Gefühl, was nicht zu beschreiben ist,
hatte auf alle Fälle viel Zeit die Kathedrale, den Platz, den heiligen Jakob, das Pilgerbüro mit dem Abholen der Compostela und all die vielen Freunde und Wegbegleiter zu genießen die mit mir das Ziel erreicht haben und zu feiern,
ein Höhepunkt war dann die Pilgermesse um 12 Uhr in der dann auch das Weihrauchfass geschwenkt wurde, eine Nonne sang wunderschön dazu, unvergesslich, wird normal immer nur am sonntag gemacht, ein ganz besonderes Glück, eine deutsche Gruppe hat dafür bezahlt.
Ich hätte mich immer nur in und vor der Kathedrale aufhalten können, es ist eine ganz besondere Stimmung dort, ich fühlte mich so richtig magisch angezogen, war auch warm, wollte gar nicht weggehen.

Mit Santiago hatte ich ein Ziel erreicht, aber mein großer Wunsch war ja den Weg zu Ende zu gehen, bis nach Finisterre,
und so ging ich am Dienstag früh los, da war meine Stimmung dann nicht mehr so gut, wir hatten die letzten drei Wochen fast nur schönes Wetter,
und heute regnete es in Strömen und irgendwie ich wollte es nicht wahrhaben, mein Schritt war nicht mehr so wie vor Santiago.
Es waren noch drei harte Tage, früh lang Nebel, dann Etappen mit 8, 10 und 15 km, kleine Dörfer mit viel Kühen, aber vom Weg und landschaftlich wunderschöne Tage mit Sonne und wieder neuen Begegnungen,.

Es waren fast keine Pilger mehr unterwegs, nur noch die Harten, die man am Dienstagabend in Negreiro in der Herberge traf, die hatten alle das gleiche Ziel, das Cap,
und somit war klar, wir sind die nächsten Tage zusammen.
Interessant war, fast jeder hatte einen anderen Weg gemacht,
Theo aus Belgien ist den Camino Plata gelaufen, von Sevilla nach Santiago über 1000 km
Rolf aus Hamburg hat den Camino von Italien aus angefangen
es war wieder ein neuer Anfang, wir waren eine kleine Gemeinschaft und wurden von den Herbergseltern auch entsprechend betreut,
es gab jeden Abend ein gemeinsames Essen, meist eine Brotsuppe mit Wein und Früchten.
die Dörfer hatten in ihrer Bar (falls überhaupt eine da war) kein warmes Essen zu bieten, somit waren wir auch froh über jeden Teller Suppe.

Am Freitag (der 13. war auch unser 27. Hochzeitstag) war es dann soweit, nach einem gemeinsamen Frühstück um 9.30 Uhr, das erstemal in der ganzen Zeit so spät, sind wir zu dritt (auch das erstemal) zusammen losgelaufen zum Endspurt die letzten 15 km.
Mittags haben wir dann Finisterre errreicht, eine kleine Stadt, liegt in einer sehr schönen Bucht,
und dann ging es los mit Rucksack bis zum Cap – und da ging der Weg dann nicht mehr weiter an den Klippen, und mir war bewußt, mein Weg ist jetzt zu Ende ich bin angekommen.
wir haben zusammen dann dort gefeiert, Rolf hatte eine Flasche Champus, es gab immer Überrraschungen, manche haben ihre Stöcke ins Meer geworfen, manche haben ein Kleidungsstück verbrannt, das sie auf dem ganzen Weg getragen hatten …
ja und da ist mir so langsam bewußt geworden es ist das Ende – das Ende meines Weges!
Ich war sehr glücklich und auch sehr dankbar, dieses Ziel so gut erreicht zu haben
und auf einen so schönen Weg zurückzublicken.

Nach einem sehr guten Abschiedsessen am Abend, einer tollen Herberge und Ausschlafen am Morgen und Verabschieden von lieben Freunden, war es dann soweit, die Rückfahrt mit dem Bus nach Santiago, ja und da waren die Tränen dann nicht mehr zurückzuhalten, der erste Tag seit fünf Wochen an dem ich nicht losgelaufen bin, der Weg und die schöne Zeit zu Ende, die vielen Freunde die man zurückließ … das Wetter hat dann auch umgeschlagen, es hat in Strömen geregnet.

Mein Abschluss war dann nochmal Santiago, ich wollte nochmal eine Pilgermesse am Sonntag erleben, nochmal Weihrauchfass und den schönen Gesang, und natürlich das Pfingstfest, ein besonderer Tag an diesem Ort, ich wurde reichlich belohnt, obwohl es bis zum Flughafen am Sonntagabend nur gegossen hat war es wunderschön, ich habe noch viele Freunde getroffen,
z.B. ein kanadisches Ehepaar, Sie waren bei uns beim ersten Abendessen in Roncesvalles und sind nur einen Tag mit uns gegangen und Sie kamen am Samstag an und wir trafen uns in der Pilgermesse,
oder die beiden Mädels aus Finnland, Sie waren die ersten die wir in Pamplona bei der gemeinsamen Busfahrt getroffen haben, ich habe Sie an dem Tag als Rudi heimfuhr am Abend zum letzten Mal gesehen, aber nie die Hoffnung aufgegeben Sie nochmal zu treffen, als ich am Samstag zum Abendessen in Santiago ging, haben wir uns vor der Bar getroffen, Laura und Marie und sie sagten, auch Sie hatten so gehofft mich nochmal zu treffen, wir hatten einen schönen Abend zusammen.

Ja der Kreis hat sich geschlossen – dann wollte ich nur noch heim, war froh, dass ich meinen Flug umgebucht habe, ich hätte jetzt nicht länger in Spanien bleiben wollen, ich hatte mein Ziel erreicht und nach diesen Wochen kam dann doch die Sehnsucht nach Rudi, Florian, Katharina, Franken und Euch allen und nach alldem was ich zurückgelassen habe.
Bin so glücklich wieder gesund daheim zu sein!

Ja ein Teil meines Weges und meines Erfolgs ward auch Ihr meine lieben Wegbegleiter,
Ich habe mich so gefreut, als ich Eure Mails gelesen habe, Rudi hat sie mir nach Santiago gemailt, so konnte ich sie am Nachmittag lesen, ich habe geweint und danke Euch allen von ganzen Herzen für Eure Wegbegleitung in Gedanken und im Gebet, ihr habt alle mitgetragen,
danke für alles was ihr mir mit auf den Weg gegeben habt, danke für die lieben Karten die zu Hause auf mich gewartet haben, es ist gut Freunde und Wegbegleiter zu haben, nicht nur auf dem Camino, nein, ein ganzes Leben lang.
Ich habe den heiligen Jakob dreimal gedrückt, ich habe ihn von Euch allen mitgedrückt, ihr alle ward immer mit dabei.

Über meinen Weg werde ich einen Bericht schreiben, ich denke in einigen Wochen wird er mit ein paar neuen Fotos im Internet stehen

Ich bin noch zwei Wochen zu Hause, werde am 30.05. wieder arbeiten und dann auch erfahren wie mein Weg weitergeht!!

Seid alle ganz lieb gegrüßt

von Eurer heimgekehrten Pilgerin

Christine

 

 

Unterwegs war ich zum Santiago nach Compostela,
zu mir selbst und zu Gott.
Verwandelt kehre ich heim,
reich an Äußeren und inneren Erfahrungen
wende ich mich neu dem Alltag zu
komme an Orte
wo ich Bekannte wieder begegne
wo ich arbeite und ruhe,
wo ich weiter leben möchte.

Die Fragen, Probleme und Menschen
Sind noch dieselben
Nur ich bin nicht mehr der gleiche,
als der ich aufgebrochen bin.

Ich sehe altes neu,
befreit von Zwängen,
lasse ich mich auf Vertrautes auf meinen Lebensweg ein.
Ich muss nicht mehr
Lieben, arbeiten, leiden: – Ich darf!
Neu zu leben wird mir geschenkt
Weil ich von innen, von Gott her lebe.

Gott neu leben kann ich nur vorwärts
Auf dem Pilgerweg meines Lebens,
mit deinem Segen.

Von Reinhilde Prinz

Die Ausrüstung

Pilgerpass (ca. drei Wochen vorher beantragen bei der Fränkischen Jakobusgesellschaft)
Personalausweis
Scheckkarte (ca. 200 Euro Bargeld)
Beutel für Pässe und Geld, immer getragen!
Digital Foto
Rucksack (Inhalt 35-40 l, leicht)
Rucksackschutz
Stöcke
Wasserflasche
Schlafsack (800 g), fast zu leicht, habe manchmal gefroren
Wanderschuhe (Jack Wolffskin, leicht, kein Gore Tex)
1 Paar Strümpfe (Faber Rechts/Links)
1 Paar Ersatzstrümpfe
1 Paar bequeme Socken
1 Hose (leicht, bequem, nicht teilbar) für jeden Tag
1 Hose für den Abend (leicht, Sporthose)
2 T Shirts
4 Sportslips
2 Sportunterhemden halbarm
Lange Unterhose und Langarmhemd für die Nacht
Fliesjacke
Gore Tex Jacke
Regenumhang
Kopfbedeckung für die Sonne
Had-Tuch
Handschuhe
2 Mikrofaser Handtücher (eines für das Kissen in der Nacht)
1 Paar leichte Slipper für den Abend und die Dusche
Sonnenbrille
Waschsalon von Jack Woffskin, praktisch zum Aufhängen!
Shampoo zum Duschen und Wäschewaschen
Medikamente (Voltaren, Blasenpflaster, Calcium, Magnesium usw.)
Traubenzucker, Müsliriegel
Regenschirm
Wäscheleine
8 – 10 Wäscheklammern
Heft und Stift für Notizen
Dumont Reiseführer „Wandern auf dem spanischen Jakobsweg“

Wäsche und Kleidung möglichst Mikrofaser, leicht, angenehm zum Tragen, trocknet schnell

Wiegt zusammen ca. 7 – 8 kg, optimal zum Tragen!
1 – 2 kg kommen täglich noch dazu, Wasser und Verpflegung!

Unterlagen und Quellen

Vertrau auf Ihn, Er führt, Er leitet Dich, nur Mut“

Antonia Werr

„Wandern auf dem Spanischen Jakobsweg“, Dumont aktiv

„Jakobsweg“, Carmen Rohrbach

„Lautlos wandert der Schatten“, Roland Breitenbach, Schweinfurt

Fränkische St. Jakobus-Gesellschaft, Würzburg e.V., www.jakobus-gesellschaften.de

„Der Spanische Jakobsweg“, Dietrich Höllhuber, Werner Schäfke, Dumont Kunstreiseführer

„Pilgern nach Noten“, Bernhard Wegscheid Werneck, Gasthof Krone Post

„Der Jakobsweg“, Ulrich Wegner Herder

„Die Küche Spaniens & Portugals“ Elisabeth Luard

Santiago Torte - Pastel de Santiago

Dieser einfache, aber ausgesprochen köstliche Kuchen aus Mandeln, Eiern, Zucker und Zitronenschale können Pilger entlang des Jakobsweges selbst in den kleinsten Orten kaufen. Für 1 Kuchen 350 g ungeschälte Mandeln 4 Eier 175 g Zucker Schale von 1 Zitrone Die Mandeln mahlen, Eier mit Zucker schaumig schlagen, Mandeln und Zitronenschale unterrühren. Eine flache Kuchenform mit Pergament auslegen Teig einfüllen und bei 190 Grad, 45 bis 50 Min. backen. Zum Servieren dick mit Puderzucker bestreuen. Hält sich gut, kann gut auf Vorrat gebacken werden